Ein Plädoyer für das Leben

„Bitte unterschreibe das Euthanasie-Gesetz nicht – Zum Wohle der Kinder dieser Welt“, flehte Jessica Saba in einer Videobotschaft an den belgischen König. Die kleine Kanadierin kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt und schien dem sicheren Tod geweiht. Sie hat Dutzende Operationen hinter sich. Ihr Vater, selbst Mediziner, sagt: „Wäre Jessica in einem Land geboren worden, wo es Sterbehilfe für Minderjährige gibt, wäre sie vermutlich tot.“ Stattdessen ist Jessica heute ein fröhliches Mädchen. Belgien hat mit großer Mehrheit der Parlamentarier und unter Zustimmung der Bevölkerung ein Gesetz beschlossen, das Euthanasie für Kinder zulässt. Leider wird dieses Gesetz den Druck auf leidende Kinder, ihre Eltern und die Ärzte erhöhen, sich für den Tod zu entscheiden. Und der belgische Schritt wird unheilvolle Signalwirkung für Europa und die Welt haben.  Dabei sollte es sein, wie Kardinal König sagte: ein Mensch, schon gar ein Kind, kann an der Hand, aber niemals, niemals durch die Hand eines anderen Menschen sterben.“

Laura, 24 Jahre alt, physisch kerngesund verlangt zu sterben. Ihr wird in diesem Sommer die Euthanasie gestattet. http://www.cqv.qc.ca/laura_24_ans_sera_euthanasiee_cet_ete

In Luxemburg wird die Euthanasie vielleicht bald zu einer „natürlichen Todesursache“ erklärt werden. Der Abgeordnete Fernand Kartheiser von der ADR (L) äusserte seine Bedenken über Facebook nach der Vorstellung des Euthanasie-Berichtes von der Gesundheitskommission Anfang Mai. So scheint die ADR die einzige Partei im Land zu sein, die noch für den Schutz des Lebens einsteht. Verschiedene Mitglieder der CSV, berichtete er, plädierten genau so leidenschaftlich für die Euthanasie wie die Linksparteien. Das „C“ im Namen nur noch ein reiner Etikettenschwindel! Leider gebe es eine Kontrollkommission, welche die Euthanasie nicht kontrolliere, sondern promoviere. Sie fange sogar an, sich gegen die Gewissensfreiheit der Apotheker auszusprechen und kritisiere Ärzte, die gegen die Euthanasie sind. Er habe den Eindruck, so Kartheiser, kritische Menschen mit moralischen Überzeugungen seien nicht erwünscht und die ganze Argumentation diene bloss dazu, den Hausarzt durch einen  pro-Euthanasie-Mechanismus zu ersetzen. Man wolle, dass die Euthanasie zu einer „natürlichen Todesursache“ erklärt wird. Was ist natürlich daran, wenn ein kranker Mensch von einem andern Menschen – ganz legal – umgebracht wird? In der Diskussion in der Abgeordnetenkammer, sei es auch darum gegangen, dass Minderjährige und geistig kranke Menschen (Alzheimer) die Euthanasie bekommen sollten. Belgien werde ja oft als Modell zitiert, wenn es um Euthanasie gehe. Ausgerechnet Belgien, das vor kurzem fast einen Gefangenen euthanasiert hätte. Es sieht so aus, als wäre die ADR wirklich die einzige Partei, die ein Gefühl dafür hat, wie gefährlich Euthanasie ist. Man kann sich der Frage von Fernand Kartheiser nur anschließen: „Auf welchen Weg soll das führen und wo steuert unsere Gesellschaft hin?“ „Todesspritze außer Kontrolle – Ein Plädoyer für das Leben“ http://www.marie-jeanne-reichling.eu 

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Mein Buch „Todesspritze außer Kontrolle“  behandelt das Thema Sterbehilfe. Zu der Zeit als ich dieses Buch schrieb, wurde gerade das Euthanasie-Gesetz in Luxemburg gestimmt. Es gab viele  dramatische Diskussionen zu diesem Thema im Lande, sowohl auf politischer Ebene, wo während der Abstimmung bei  einigen Abgeordneten sogar die Tränen flossen, wie auch in der übrigen Bevölkerung. Das war auch gut so. Es war gut, dass viele sich dagegen geäußert, auf die Missbrauchgefahr hingewiesen und davor gewarnt hatten. Denn das Gesetz ist in Kraft getreten und es wurde zuerst auch sehr streng kontrolliert. Bei meinen Recherchen zu diesem hochaktuellen Thema bin ich auf das Werk „In Würde sterben“ von Doktor Fuat S. Oduncu gestoßen. Sein Konzept eines dritten Weges zwischen Euthanasie und Übertherapie, hat mich so sehr beeindruckt dass ich meinem Helden den Namen Rahim, in aramäisch „RAHME“ gegeben habe. „RAHME“ (Barmherzigkeit, Anteilnahme, Liebe, Gnade, Empathie). Einige persönliche Erlebnisse, welche ich mit Sterbenden hatte, unter anderen mit meiner Schwester die an einer unheilbaren Knochenkrankheit gestorben ist, habe ich in meine Geschichte mit einfließen lassen. Nur ein paar Jahre später nehmen die Bestrebungen, das Gesetz zu lockern und die Tötungen zu erleichtern zu. Die EU und Gambia haben die Abtreibung ungeborener Kinder bereits zu einem Menschenrecht gemacht. Was sollte sie noch davor zurückhalten, die Gesetze anzupassen, damit es leichter wird, sich der kranken, alten und behinderten Menschen zu entledigen?

Dieses Jahr

Dieses Jahr möchte ich mindestens ein neues Buch herausbringen. Das dritte in der Serie um die vier Geschwister ist in Arbeit. Nach „Warum Sven?“ und „Frust“ geht es wieder um ein aktuelles Thema. Es wird aber noch nichts verraten.

Dieses Jahr biete ich Tipps, Ratschläge und Unterstützung in Erziehungsfragen und Familienangelegenheiten an. Im Laufe der Jahre konnte ich viele wertvolle Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen sammeln. Nicht nur mit den eigenen. Im Kinderdorf und Kinderheim hatte ich mit Kindern zu tun, die negative Erlebnisse aus ihren Ursprungsfamilien zu verarbeiten hatten.

Anfragen bitte über Mail:  mariejeannereichlin@yahoo.de

Da ich selbst Mutter bin, mit Kindern arbeite und für Kinder schreibe, liegt mir ihr Wohlergehen sehr am Herzen. Tatsache ist aber, dass es Kindern oft nicht gut geht. In ihren Leben gibt es viel Reizüberflutung, schulischer Druck, familiäre Probleme.

Dieses Jahr ist es mir deshalb noch wichtiger, die Kinder mit denen ich arbeite, zu ermutigen. Ich möchte ihnen vermitteln, dass mehr in ihnen steckt als sie meinen, dass sie mehr können. Sie dazu bringen, dass sie selber über die Dinge nachdenken, selber erkennen worauf es ankommt. Dass sie als Geschwister oder in der Gruppe zusammenhalten, sei es in der Familie, Schule, Kita, usw.

Defizite unserer Kinder

Wieso haben heutzutage so viele Kinder Entwicklungsdefizite?

Sind Kinder heute anders als früher?

Kinder gehorchen nicht mehr, sie sind aufsässig, widersprechen ständig und sind frech. Sie respektieren die Erwachsenen nicht und akzeptieren keine Autorität. Bei meiner Arbeit mit Kindern merke ich es täglich.

Handelt es sich hierbei nur um eine Minorität? Leider nicht. Viele Kinder haben keine Frustrationstoleranz mehr, kein Unrechtbewusstsein, sie sehen sich dauernd als Opfer. Vor allem vermitteln sie den Eindruck es müsse sich alles um sie drehen und um das Stillen ihrer Bedürfnisse. Es wird diskutiert, sich gerechtfertigt, argumentiert, bis man seinen Willen wieder einmal durchgesetzt hat. In Gesellschaft sind es diese Kinder welche Gespräche dominieren, die ganze Aufmerksamkeit der Erwachsenen haben und unzufrieden werden, wenn sie nicht im Mittelpunkt stehen. In der Schule können sie nicht mehr stillsitzen und zuhören. Sie sind auffällige Störenfriede, unruhig und sehr anstrengend.

Natürlich muss man zuerst wieder schauen, wie es im Elternhaus der Kinder aussieht

Viele Eltern sind selbst überfordert mit den an sie gestellten Anforderungen des Lebens. Sie sind orientierungslos und gestresst, haben keine Zeit und überlassen den größten Teil der Erziehung ihres Kindes außerfamiliären Strukturen. Vielleicht haben sie ein schlechtes Gewissen, weil sie nicht genug Zeit für ihre Kinder haben und verwöhnen sie deshalb übermäßig. Sie lassen ihnen ihren respektlosen Ton durchgehen und erfüllen ihnen alle möglichen materiellen Wünsche um diese Mängel zu kompensieren.

Mit dem Einzug von Computer, Smartphone, Onlinespielen und Facebook, hat das Familienleben sich verändert. Nur wenige Eltern wissen, was ihre Kinder online machen.

Haben sie als Eltern Zeit für ihre Kinder, sprechen sie mit ihnen, vermitteln sie ihnen Werte, die ihnen weiterhelfen? Biblische Werte zum Beispiel. Einige werden den Kopf schütteln oder lachen. Trotzdem!

Hier ein biblisches Gebot mit einer Verheißung: „Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass du lange lebst auf Erden.“

Ich bin überzeugt, vieles aus der Bibel könnte den Kindern und Familien zum Segen sein.

In diesem Sinne, ein gesegnetes neues Jahr.