Dieses Jahr

Dieses Jahr möchte ich mindestens ein neues Buch herausbringen. Das dritte in der Serie um die vier Geschwister ist in Arbeit. Nach „Warum Sven?“ und „Frust“ geht es wieder um ein aktuelles Thema. Es wird aber noch nichts verraten.

Dieses Jahr biete ich Tipps, Ratschläge und Unterstützung in Erziehungsfragen und Familienangelegenheiten an. Im Laufe der Jahre konnte ich viele wertvolle Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen sammeln. Nicht nur mit den eigenen. Im Kinderdorf und Kinderheim hatte ich mit Kindern zu tun, die negative Erlebnisse aus ihren Ursprungsfamilien zu verarbeiten hatten.

Anfragen bitte über Mail:  mariejeannereichlin@yahoo.de

Da ich selbst Mutter bin, mit Kindern arbeite und für Kinder schreibe, liegt mir ihr Wohlergehen sehr am Herzen. Tatsache ist aber, dass es Kindern oft nicht gut geht. In ihren Leben gibt es viel Reizüberflutung, schulischer Druck, familiäre Probleme.

Dieses Jahr ist es mir deshalb noch wichtiger, die Kinder mit denen ich arbeite, zu ermutigen. Ich möchte ihnen vermitteln, dass mehr in ihnen steckt als sie meinen, dass sie mehr können. Sie dazu bringen, dass sie selber über die Dinge nachdenken, selber erkennen worauf es ankommt. Dass sie als Geschwister oder in der Gruppe zusammenhalten, sei es in der Familie, Schule, Kita, usw.

Das kindliche Gehirn, Schule und ADHS

Gerald Hüthers Erkenntnisse in Bezug auf das kindliche Gehirn, Schule und ADHS

Sein Buch „Neues vom Zappelphilipp“, das er zusammen mit Helmut Bonney verfasst hat, erklärt das Phänomen ADS/ADHS anhand neuer Erkenntnisse aus der Hirnforschung. Es zeigt Eltern neue Wege der Therapie auf. In einem anderen mit dem Titel „Jedes Kind ist hochbegabt“,  das er zusammen mit Uli Hauser geschrieben hat, geht es um die Begabungen, welche in Kindern schlummern und verkümmern weil sie von niemand entdeckt und gefördert werden.

Das Gehirn von Kindern entwickelt sich selbst, sagt der Professor. Dafür brauchen sie Erfahrungen und die machen sie zu wenig. Im kindlichen Gehirn sind mehr Vernetzungen ausgebildet, als die, die das Kind tatsächlich anwendet, um mit Entdeckerfreude, Neugier, Offenheit und Begeisterung in die Welt hinaus zu gehen. Warum verschwindet das?

Was machen wir falsch dass die Kinder irgendwann die Lust am Lernen verlieren?

Tatsächlich wird heute etwa jedes 5. Kind als verhaltensgestört eingestuft. Psychiater haben sie überzeugt, sie seien psychisch krank. AD(H)S ist die meistgestellte Diagnose bei Kindern. Sie werden mit Pillen ruhig gestellt. 2011 waren es 1,7 Tonnen Ritalin in Deutschland. Zu lebhafte, unangepasste Schüler werden damit funktionstüchtig gemacht.

Wenn das Medikament das Gehirn reguliert, sagt Hüther, dann kann das Kind das bald gar nicht mehr selbst. Impulse kontrollieren, die Fähigkeit ein bisschen Frust auszuhalten, eine Handlung planen. Das muss sich alles im Gehirn entwickeln. Das kann sich aber nur entwickeln wenn das Kind Gelegenheit dazu hat.

Kinder werden ständig unterrichtet, sie haben wenig Gelegenheit zu zeigen was sie draufhaben. In der Schule sollen sie ruhig sitzen, sie sollen funktionieren. Doch Kinder brauchen Aufgaben an denen sie wachsen. Sich gemeinsam um etwas kümmern, Probleme lösen, und wie an einer Berliner Schule, wo der Professor mitarbeitet, Schulfächer die Verantwortung und Herausforderung heißen.

Familien müssten wieder mehr Wert auf gemeinsame Projekte legen, die Überstimulation durch Medien sollte reduziert werden. Ein Kind das gleichzeitig wachsen und verbunden sein kann, wird sich begeistern können. Begeisterung damit sich im Gehirn noch etwas findet, damit man umdenken kann.

Wie bei dem 80jährigen Mann, der sich in eine junge Japanerin verliebte und in einem Jahr japanisch lernte.

http://www.gerald-huether.de

http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/ADHS-gibt-es-nicht-id33448222.html www.ritalin-kritik.de

http://expresszeitung.ch/redaktion/gesundheit/was-aerzte-verschweigen/ritalin-die-gefaehrlichste-droge-der-welt

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ritalin-gegen-adhs-wo-die-wilden-kerle-wohnten-11645933.html

Beate Frenkel/ Astrid Randerath: Die Kinderkrankmacher
Zwischen Leistungsdruck und Perfektion. Das Geschäft mit unseren Kindern
Herder Verlag, Freiburg 2015
256 Seiten, 19,99 Euro

Evangelische Schule Berlin Zentrum


Die besondere Schule 

Diese Schule gründete sich mit dem Anspruch einer Reformschule mit radikalem Wandel der Lernkultur. Die Initiative „Schule im Aufbruch“ möchte hin zu einer anderen Lern- und Beziehungskultur in Schulen, und zwar zu einer Kultur der Potentialentfaltung des Einzelnen in der Gemeinschaft.

Der renommierte Hirnforscher Professor Gerald Hüther sagt: „Unser Bündnis für eine neue Lernkultur lebt aus der Überzeugung, dass nur mit Begeisterung nachhaltig gelernt werden kann. Unsere Schulen müssen in Biotope des Lernens verwandelt werden, in denen junge Menschen inspiriert und begeistert Neugier entfalten und verantwortungsbewusst ihre Welt gestalten. Ein kreativer Austausch von Lernenden, aus selbständig erworbenem Wissen und Können ist das, worauf es für die Gestalter des 21. Jahrhunderts ankommt.“

Die Schule, als einen Lebens- und Erfahrungsraum in der Verantwortungsgemeinschaft von Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern, den Pädagogen und den Partnern der Schule. Dies sind nur einige der Leitgedanken der evangelischen Schule Berlin Zentrum. „Wir wollen ein ‚Haus des Lernens‘ sein, in dem alle willkommen sind. Kinder mit Begabungen aller Art, Kinder mit Handicap und Kinder aus vielen Kulturen können sich an unserer Schule angenommen fühlen. Jedes Kind soll als Kind Gottes in seiner Einzigartigkeit wahrgenommen und geachtet, gefördert und gefordert  werden.

Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. 2. Timotheus 1 Vers7

Wir wollen, dass in unserem ‚Haus des Lernens‘ ein Geist der Offenheit und des gegenseitigen Vertrauens lebt, der Kooperation, Team-Geist und eine faire Feedback-Kultur zwischen allen Gruppen möglich ist.

„Lernen Wissen zu erwerben – Lernen zusammen zu leben – Lernen zu handeln“ sind die Fundamente, auf denen unser ‚Haus des Lernens‘ aus- und fortlaufend auch umgebaut wird.

 http://www.ev-schule-zentrum.de

Schulabbrecher gründete Schule für benachteiligte Kinder

 

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Andre Agassi war von 1986 bis 2006 professioneller Tennisspieler. Im Armenviertel seiner Heimatstadt Las Vegas gründete er eine Schule für benachteiligte Kinder.

Andre Agassi selbst hatte mit vierzehn die Schule geschmissen. Er stand ganz oben auf der Weltrangliste, stürzte ab und fiel tief. Er kämpfte und hatte ein spektakuläres Comeback. In seiner Biographie sagt er: Ich hatte von einer Schule geträumt, in der es möglichst wenig langweilige Routine geben sollte – von einem Ort, an dem Spontanität gefördert würde. Von einem Ort, an dem Inspiration der Normalzustand wäre. Er wollte die besten Lehrer haben, hochmotivierte, engagierte und inspirierte Männer und Frauen, die bereit waren, alles zu geben und sich persönlich einzubringen. Er bat die Lehrer, daran zu glauben, dass jeder Schüler etwas lernen kann. Das Ziel der Schule ist es, dass jedes dieser Kinder einen Collegeabschluss schafft.

http://www.agassifoundation.org/